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OECD-Chef im Interview : „Wir brauchen den Impfstoff für alle Länder“

OECD-Generalsekretär Ángel Gurría Bild: AFP

Ángel Gurría fordert mehr Hilfe für arme Staaten in der Corona-Pandemie, warnt vor einer eine neuen Flüchtlingskrise - und sagt, was es jetzt braucht, um die Weltwirtschaft zu stabilisieren.

          6 Min.

          Herr Gurría, die Corona-Pandemie hat uns im Frühjahr in die schwerste globale Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt. Jetzt steigen die Infektionszahlen wieder. Wie groß sind Ihre Sorgen um die Weltwirtschaft?

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es ist immer gut, besorgt zu sein. Weil man sich dann nämlich mehr anstrengt. Wir bei der OECD haben nie daran geglaubt, dass es eine V-förmige Wirtschaftserholung geben würde, eine schnelle Rückkehr zur Normalität. Jetzt haben wir die zweite Pandemie-Welle. Es könnte sein, dass die Weltwirtschaft dieses Jahr um etwas mehr als die 4,5 Prozent schrumpft, die unsere Ökonomen vor einem Monat prognostiziert haben. Aber 2020 können wir ohnehin abhaken. Meine Sorgen richten sich auf nächstes Jahr.

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