https://www.faz.net/-gqe-ahzwk

Häusliche Intensivpflege : Die Angst vor dem Zwangs-Umzug ins Heim

Menschen mit Intensivpflegebedarf und Behinderungen protestieren gegen neue Regeln in der Pflege. Bild: SZ Photo

Rund 20. 000 Menschen werden zu Hause intensivpflegerisch versorgt. Sie sorgen sich um ihr Recht auf Selbstbestimmung – denn künftig wird einiges anders.

          4 Min.

          Maria-Cristina Hallwachs war erst 18 Jahre alt, als sich ihr Leben komplett veränderte. Damals machte sie mit ihren Eltern Urlaub auf Kreta und sprang – nach eigener Aussage etwas übermütig – in einen Swimmingpool, stieß mit dem Kopf auf dem Boden auf und brach sich den obersten Halswirbel. Seitdem ist sie querschnittsgelähmt, muss mithilfe eines Zwerchfellsimulators beatmet werden und ist rund um die Uhr auf Unterstützung durch ausgebildete Krankenpflegekräfte angewiesen.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Trotzdem findet sie heute, mit 47 Jahren, dass sie „eigentlich in einer recht privilegierten Lage“ ist. Was sie meint: Sie lebt in ihrer eigenen Wohnung, hat Familie und Freunde, die für sie da sind, und kann – im wahrsten Sinne – für sich selbst sprechen. Mithilfe vieler kleiner technischer Hilfsmittel kann sie sogar selbst das Licht im Wohnzimmer an- und ausschalten, ihre E-Mails beantworten und ans Telefon gehen. Eine Sorge hat sie allerdings: ob das alles künftig so bleibt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die beiden Läufer verbrauchen Energie – aber wie viel?

          Sippels Sportstunde : Wer verbraucht beim Sport mehr Kalorien?

          Laufen zwei Jogger durch den Wald... Was wie ein Witz beginnt, wirft eine wichtige Frage für Sportler auf: Verbrauchen sie gleich viel Energie? Und verändern sich die Werte, wenn einer trainierter ist?
          Schwerer Gang: Anton Schlecker (Mitte) mit seinen Kindern Meike und Lars im Jahr 2017

          Schlecker-Insolvenz : Der tiefe Fall des Anton Schlecker

          Vor zehn Jahren ging Europas größte Drogeriekette unter. Der schwäbische Patriarch verlor sein Lebenswerk. Ein Lehrstück über Beratungsresistenz, das wohl noch nicht zu Ende ist.