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Nach der Flut-Katastrophe : Und nun der Aufbau West

Erftstadt-Blessem: Das Ausmaß der Zerstörung durch die Flut-Katastrophe ist immens. Bild: dpa

Fritz Jaeckel, der Beauftragte für den Wiederaufbau, weiß, was nach einer Flut zu tun ist. Schon nach dem Hochwasser 2013 leitete er in Sachsen den Wiederaufbaustab. Die Kommunen setzen deshalb große Hoffnungen in ihn.

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          Als er in den Innenhof mit dem halb eingestürzten Haus kraxelt, ist Fritz Jaeckel plötzlich Seelsorger. Den ganzen Tag vorher hat er Fragen beantwortet und Abläufe erklärt, jetzt hört er nur Lutz Henkelmann zu. „Wir sind in der achten Woche nach der Flut, und ich habe nur stundenweise Zugang zu meinem eigenen Grundstück“, sagt Henkelmann. Der Winter nahe, so komme er nicht voran. „Ich bin massiv von der Stadt Stolberg enttäuscht. Ich habe so einen Hals.“

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Jaeckel ist der Beauftragte für den Wiederaufbau in den Flutgebieten, genau dort steht er gerade, im Dorf Vicht in der Nähe von Aachen, das zu Stolberg gehört und stark vom Hochwasser im Juli getroffen wurde. Henkelmann arbeitet in der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Autoherstellers Ford, sein Grundstück grenzt direkt an das Flüsschen Vicht, seine Schwiegermutter wohnt hier seit 80 Jahren, er seit mehr als 20. Das heißt, gerade wohnt er woanders, denn seine Wohnung stand im Erdgeschoss komplett unter Wasser. Das größere Problem ist für ihn aber das Haus des Nachbarn, dem eine ganze Wand fehlt und das notdürftig mit Eisengerüsten und Holzpfählen gesichert wurde.

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