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Kosten der Mobilitätswende : Die Angst vor dem Auto

Zahlreiche Menschen nehmen am Stuttgarter Neckartor bei einem „Gelbwesten“-Protest gegen Diesel-Fahrverbote teil. Bild: dpa

Wenn E-Autos nur Eliten vorbehalten bleiben, drohen dann „Gelbwesten“-Proteste in Deutschland? Die Furcht vor dem Zorn der Autofahrer und einem Scheitern der Klimaziele weckt gefährliche Begehrlichkeiten.

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          In Berlin machen sich Sorgen breit. Im Zentrum dieser Überlegungen steht das Automobil als Symbol individueller Mobilität. Es geht aber um weitaus mehr: um die Energiewende und Elektroautos, den Klimaschutz und künftige Konzepte von Stadtentwicklung. Und am Ende steht die Frage, die manchem Entscheider die Schweißperlen auf die Stirn treibt: Drohen Deutschland womöglich französische Zustände, könnte auch hierzulande eine Bewegung ähnlich der Gelbwesten in unserem Nachbarland entstehen, die den politischen Apparat in seinen Grundfesten erschüttert?

          Allzu weit hergeholt sind diese Ängste nicht. Die Protestwelle in Frankreich entstand im vergangenen Herbst schließlich als Reaktion auf die von Präsident Emmanuel Macron geplante Steuererhöhung auf fossile Kraftstoffe. Dahinter stand die Sorge vieler Menschen, sich in Zukunft weniger individuelle Mobilität leisten zu können. Mittlerweile ist daraus eine breite Protestbewegung geworden, die regelmäßig von Krawallen begleitet wird – und Macron hat in Sachen Steuererhöhung längst eingelenkt.

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