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Nachholbedarf der Bundeswehr : Militärausrüster wittern Neugeschäft

Von wegen schwer bewaffnet: Besuch einer Panzergrenadierbrigade durch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Bild: Imago

Die Bundeswehr ist international immer mehr gefordert – aber nach Jahren des Sparens gehen ihr die Waffen aus. Die Hersteller frohlocken. Doch die Politik könnte der Goldgräberstimmung schnell ein Ende bereiten.

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          Die Rahmenbedingungen für Rheinmetall sind günstig wie selten. Der Stammkunde Bundeswehr steht kräftig unter Druck, die Ausstattung seiner Soldaten zu modernisieren. Gleichzeitig ist die deutsche Regierung spätestens seit dem Amtsantritt von Donald Trump im Weißen Haus in der Pflicht, mehr Geld in die militärische Sicherheit Europas zu investieren.

          Ulrich Friese

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Christine Scharrenbroch

          Freie Autorin in der Wirtschaft.

          Die Folgen dieser Trends sind im aktuellen Geschäftsverlauf des größten Ausrüsters der Bundeswehr ablesbar. Danach hat der Düsseldorfer Konzern allein zwischen Januar und März in seiner Rüstungssparte den Auftragseingang auf 857 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Und die Weichen für noch mehr Wachstum sind laut Rheinmetall-Chef Armin Papperger bereits gestellt: „Angesichts des umfassenden Nachholbedarfs in der Beschaffung der Streitkräfte sehen wir für uns große Chancen, sowohl in Deutschland wie auch international“, sagte er bei Vorlage der Quartalsbilanz am Freitag.

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