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Klimawandel : Ist es in Berlin bald so warm wie in Australien?

  • Aktualisiert am

Blick über Wohnhäuser im Osten von Berlin Bild: Picture-Alliance

In Berlin könnte in 30 Jahren das Klima von Canberra herrschen, prognostizieren Forscher der ETH Zürich. Ihre Annahmen sind noch vergleichsweise optimistisch.

          Die Metropolen der Welt müssen sich einer Studie zufolge auf eine drastische Erwärmung des Stadtklimas einstellen. 77 Prozent der 520 größten Städte würden bis zum Jahr 2050 einen deutlichen Wandel der klimatischen Bedingungen erleben, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern der ETH Zürich. 22 Prozent der Städte müssen sich demnach sogar auf völlig neue Klimaverhältnisse einstellen.

          Auf der Nordhalbkugel würden in Großstädten künftig Klimabedingungen herrschen, wie sie heute mehr als tausend Kilometer weiter südlich vorherrschen, heißt es in der im Wissenschaftsmagazin „Plos One“ abgedruckten Studie.

          In europäischen Metropolen werden die Sommer um 3,5 Grad wärmer, die Temperaturen im Winter steigen um 4,7 Grad. London wird demnach Verhältnisse bekommen wie heute Madrid, das Klima in Paris und Berlin wird den heute im australischen Canberra herrschenden Bedingungen entsprechen. Die spanische Hauptstadt wiederum muss sich der Studie zufolge auf  Temperaturen einstellen, wie sie heute im marokkanischen Marrakesch - rund 6 Grad mehr als bislang in Madrid. Für die Studie hatten die Forscher eine vergleichsweise optimistische Schätzung des globalen Temperaturanstiegs im Zuge des Klimawandels zugrunde gelegt. Für ihre Modellrechnungen nahmen sie an, dass die Durchschnittstemperaturen um 1,4 Grad ansteigen.

          Das Pariser Klimaabkommen von 2015 schreibt eine Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter vor. Vor diesem Hintergrund riefen die Forscher zu weiteren Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel auf.

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