Neue Spitze bei DENA : Lobbyistenwächter und FDP verstärken Druck auf Graichen
Weil er an der Berufung seines Trauzeugen an die Spitze des Bundesunternehmens Deutsche Energie-Agentur (DENA) beteiligt war, gerät der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Patrick Graichen (Grüne) immer stärker unter Druck. Er wird jetzt auch von Antikorruptionswächtern und Lobbyistenforschern kritisiert. Die Geschäftsführerin von Transparency International, Anna-Maija Mertens, sagte, das Ministerium von Robert Habeck (Grüne) hätte den Auswahlprozess von vornherein anders handhaben müssen: „Wenn ein Kandidat der Trauzeuge des Staatssekretärs ist, dann gehört es zum kleinen Einmaleins, dass der Staatssekretär dies offenlegt und nicht an der Auswahl beteiligt ist.“ Schon der Verdacht eines Interessenkonflikts könne das Vertrauen in die Institutionen erschüttern: „Dem müssen sich Personen in herausgehobenen Positionen besonders bewusst sein“.

