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Egoismus in der Wirtschaft : Ist Gier eine Sünde?

„Der Homo oeconomicus ist ein durchaus erfreulicher Geselle“: Marc Elsberg (rechts) und Lars Feld beim Streitgespräch Bild: Helmut Fricke

Wir dürfen es mit dem Egoismus nicht übertreiben, sagt der Krimiautor Marc Elsberg, die Menschen müssen mehr zusammenarbeiten. Der Wirtschaftsweise Lars Feld hält dagegen: So schlecht läuft es mit dem Eigennutz doch gar nicht.

          7 Min.

          Herr Elsberg, wenn wir Ihrem neuen Thriller „Gier“ glauben, dann müssen wir alles vergessen, was wir über die Wirtschaft wissen: Konkurrenz soll plötzlich schlecht sein?

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Elsberg: Jein. Sie bekommt eine neue Rolle. Die Ökonomen sind bisher davon ausgegangen, dass Menschen ihren eigenen Nutzen optimieren. Jetzt kommen aber einige Physiker rund um Ole Peters vom London Mathematical Laboratory, die sagen: Die Menschen optimieren die Wachstumsrate ihres Wohlstands. Als eine Folge davon arbeiten Menschen gerne zusammen, weil sie auf diese Weise langfristig ihren Wohlstand schneller und stärker steigern. Es gibt einen mathematischen Beweis dafür, dass Zusammenarbeit schnelleres und höheres Wachstum schafft als Nichtzusammenarbeit.

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