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Tagebau vor Pödelwitz : Ein Dorf will überleben

Luftbildaufnahme von Pödelwitz bei Leipzig. Davor der Tagebau der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft Mibrag. Bild: Imago

Pödelwitz im Süden Leipzigs soll dem Braunkohleabbau weichen. Die Tagebau-Bagger stehen schon vor dem Dorf – doch die letzten Bewohner wehren sich.

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          Er hat diesen Flecken Erde zu seiner Heimat gemacht. Mit Haus und Hof, mit Liebe und viel Arbeit. Seit knapp vierzig Jahren lebt Jens Hausner nun schon hier in Pödelwitz, einem Dorf im Süden von Leipzig. Er ist stolz auf seinen Ort: auf die jahrhundertealte Geschichte, auf die mittelalterliche Kirche, die Fachwerkhäuser, den Dorfplatz mit den Linden, Eichen und Kastanien. Ein kleines Paradies in einer chaotischen Welt. Das will er sich nicht nehmen lassen – von niemandem.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dabei hatten sie ihm gute Angebote gemacht. Ein neues Haus, einen neuen Hof und eine recht üppige Entschädigung. Er musste nur noch unterschreiben. Doch Hausner unterschrieb nicht. Seine Heimat stehe nicht zum Verkauf, sagt er. Damit machte er sich ein paar mächtige Feinde. Die Mitteldeutsche Braunkohlegesellschaft Mibrag will Pödelwitz wegbaggern und an die 20 Millionen Tonnen Braunkohle ran, die unter dem Ort liegen. Hausner will das verhindern.

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