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Folgen für die Konsumenten : Warum der Kaffee teurer wird

  • -Aktualisiert am

Jeder Deutsche trank im Jahr 2020 im Durchschnitt 168 Liter Kaffee. (Symbolbild) Bild: AFP

Marktführer Tchibo erhöht die Preise und die Konkurrenz dürfte bald folgen. Eine Wende ist für deutsche Genießer vorerst nicht in Sicht.

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          Für ihren Filterkaffee müssen die Deutschen bald tiefer in die Tasche greifen. Tchibo verkauft seine 500 Gramm Packung „Feine Milde“ vom 14. Juni an für 5,69 Euro statt bisher 4,99 Euro. Je nach Sorte und Herkunftsland wird der Kaffee zwischen 50 Cent und 1 Euro je Pfund teurer, teilte Deutschlands Röstkaffee-Marktführer kürzlich mit und begründet den Schritt mit gestiegenen Rohkaffeepreisen. Hebt Tchibo die Kaffeepreise, hat das mitunter Folgen für andere Röstereien und Handelsunternehmen. „Da lassen sich die Discounter nicht die Butter vom Brot nehmen“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg.

          Kim Maurus
          Volontärin.

          Seiner Einschätzung nach werden die Supermärkte nachziehen – in einem Ausmaß, das für Verbraucher spürbar wird. Konsumenten seien bei Kaffee durchaus preissensibel, ähnlich wie bei Milch oder Butter. Kaffee sei häufig Aktionsware, nach der die Konsumenten besonders Ausschau hielten. Nicht nur die klassische 500-Gramm-Packung, auch Produkte wie Kaffee-Kapseln dürften laut Valet bald mehr kosten.

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