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Größtenteils freiwillig : Kleinunternehmer zahlen fast jeden zehnten Euro Corona-Soforthilfe zurück

  • Aktualisiert am

Die überwiesene Novemberhilfe der Bundesregierung in der Corona-Krise ist auf einem Kontoauszug eines Restaurants zu lesen. Bild: dpa

Rund 113.000 Selbstständige haben inzwischen das an sie im vergangenen Frühjahr ausgezahlte Geld aus freien Stücken an den Fiskus zurücküberwiesen. Insgesamt gingen 1,1 Milliarden Euro bei den Behörden ein.

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          Von den im Frühjahr des vergangenen Jahres ausgezahlten Corona-Soforthilfen haben einem Medienbericht zufolge Soloselbstständige und Kleinunternehmer bis heute fast jeden zehnten Euro zurücküberwiesen. Das berichtet „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf Zahlen des Wirtschaftsministeriums.

          Demnach gab es bislang 113.142 freiwillige Rückzahlungen in Höhe von 801,7 Millionen Euro, die über die Bewilligungsstellen der Länder in den Bundeshaushalt zurückflossen. Zudem hätten die Länder 44.186 Rückzahlungen aufgrund von Rückforderungen in Höhe von 291,4 Millionen Euro „erwirken“ können. Das macht zusammen 1,1 Milliarden Euro – verteilt auf 157.000 Adressen.

          Ursprünglich ausgezahlt hatte der Bund über die Länder Soforthilfen in Höhe von rund 13,7 Milliarden Euro an 1,8 Millionen von den Corona-Beschränkungen betroffene Betriebe. Da der Bund Soloselbstständige und Kleinunternehmer im Frühjahr 2020 möglichst schnell unterstützen wollte, hatte er auf eine umfassende Bedarfsprüfung im Vorfeld verzichtet.

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