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Frust über Walfang-Moratorium : Japan will offenbar aus Walfangkommission austreten

  • Aktualisiert am

Fang eines Zwergwals in Kushiro, Japan: Japan will den kommerziellen Walfang wieder erlauben. Bild: dpa

Die Internationale Walfangkommission hat den kommerziellen Walfang verboten. Japan will die Richtlinie nicht länger akzeptieren – und plant nun offenbar seinen Austritt aus der Organisation.

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          Japan will aus Frust über das bestehende Walfang-Moratorium angeblich aus der Internationalen Walfangkommission (IWC) austreten. Eine entsprechende Entscheidung wolle die Regierung bis Jahresende bekanntgeben, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag unter Berufung auf nicht genannte Kreise.

          Ein Sprecher des Fischereiministeriums erklärte auf Anfrage, es sei noch nichts entschieden. Dass Japan einen Austritt aus der IWC ernsthaft erwägt, ist schon länger bekannt.

          „Wir prüfen ernsthaft jede Option“, hatte Hideki Moronuki, zuständiger Beamter im Fischereiministerium, erst Ende September erklärt. Laut Kyodo plant die Regierung, nächstes Jahr auszutreten.

          Japan hatte bei der diesjährigen Tagung der IWC im brasilianischen Florianópolis einen Antrag auf Wiederaufnahme des kommerziellen Walfangs gestellt. Die IWC wies den Antrag jedoch mit 41 zu 27 Stimmen ab. Aus Sicht Tokios haben „fundamentale Differenzen“ unter den Mitgliedsländern die IWC in eine Sackgasse geführt. Die IWC müsse reformiert werden, doch sei Japan damit bisher stets gescheitert.

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