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Italiens Europaminster Savona : Ein dickköpfiger Sarde

Paolo Savona hat ganz eingene Pläne für den Euro Bild: Bloomberg

Italiens Europaminister will einen ganz anderen Euro. Der Währungsunion stand er schon immer skeptisch gegenüber. Nach Jahren als Zuschauer wäre es ein später Triumph, nun den Euro umzukrempeln.

          4 Min.

          Die Bezeichnung „euroskeptisch“ lehnt der italienische Europaminister Paolo Savona rundweg ab, doch gibt er zu, dass ihn seine Kinder geradewegs als „Euroskeptiker“ titulieren. Dagegen bekennt sich Savona tapfer zu seinem Image als ein dickköpfiger Sarde.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Dieses Bild passt schließlich zu vielen bekannten italienischen Politikern aus Sardinien, denen oft, wie eben auch Savona, der Ruf eines einsamen Wolfes vorauseilt. Noch immer sagt Savona, dass er sich eigentlich ins sardische „Ovile“ zurückziehen wollte, das kleine Bauernhäuschen der Schafzüchter. Mit diesem Plan hatte Savona Ende 2017 seine Autobiographie abgeschlossen. Und mit einem freimütigen Urteil über die Deutschen, die nach seiner Meinung mit Hilfe des Euro die Herrschaft über Europa erlangt hätten, die sie mit dem Nationalsozialismus nicht erringen konnten.

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