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Aston Martin-Chef im Porträt : Heißer Feger

Andrew Palmer, 54, führt seit drei Jahren den britischen Luxusautohersteller Aston Martin. Das neue Modell DB II kostet in der Basisversion mit 508 PS, vier Litern Hubraum und 301 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit 184.000 Euro. Bild: Theiner, Micha

Der Aston Martin ist die Legende unter den Sportwagen. Leider war der Hersteller lange Zeit chronisch pleite. Jetzt macht Andrew Palmer den Laden wieder flott.

          6 Min.

          Andrew Palmer ist ein vielbeschäftigter Mann. Aber der Chef von Aston Martin ist auch der Meinung, dass er ruhig ein paar Kilo abspecken könnte. Deshalb erblickt man in seinem Büro im Hauptquartier der britischen Sportwagenschmiede etwas, womit man dort zuletzt rechnen würde: ein Trimmrad. Wenn Palmer ein Meeting mit seinen Mitarbeitern hat, nehmen diese am Besprechungstisch Platz, während der Chef im Sattel sitzt und strampelt. Wie viel er schon abgenommen hat? „14 Kilogramm, seit Jahresanfang“, berichtet Palmer und zeigt auf seinen Bauch. „Keine Sorge, es ist noch genug da.“

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Eitel ist der Mann ganz offensichtlich nicht. Aston Martin baut seit mehr als einem Jahrhundert piekfeine Nobelkarossen. Palmer mag es trotzdem lieber unprätentiös. An diesem Tag trägt er zur Nadelstreifen-Anzughose ein schlabbriges dunkelblaues Poloshirt. Ein Jackett ist weit und breit nicht zu sehen. Aber weil während des Gesprächs auch Fotos gemacht werden, zieht Palmer schnell noch eine Trainingsjacke über, auf der ein Red-Bull-Logo prangt. Aston Martin ist neuerdings Sponsor des Formel-1- Teams der Getränkemarke. Das sollte man ruhig sehen, findet er.

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