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Harvard-Ökonom Alberto Alesina : „Ein Euroaustritt wäre ein Desaster für Italien“

Alberto Alesina lehrt politische Ökonomie an der Harvard-Universität. Bild: Imago

Die neue italienische Regierung prangert das Spardiktat der Deutschen an. Im Interview spricht der Harvard-Ökonom Alberto Alesina über die wahren Probleme seines Heimatlandes und falsche Ratschläge aus Deutschland.

          4 Min.

          Herr Alesina, wie gefährlich ist die Situation in Italien für die globale Wirtschaft?

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Italien selbst stehen gewiss harte Zeiten bevor. Ich glaube nicht, dass die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Etwas höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Italien schwerwiegende Probleme in der Eurozone auslöst. Selbst da bin ich optimistisch, dass nach einer chaotischen Phase Vernunft einkehren wird.

          Es droht keine neue Euro-Krise?

          Wir können das heute nicht wissen. Ich denke und hoffe aber, dass Europa in der Lage sein wird, den Schock zu absorbieren. Unklar ist, ob die neue Regierung aus Lega und Cinque Stelle überhaupt den Austritt Italiens aus dem Euro anstrebt. Das wäre wirklich schlecht für Italien und schwerwiegend für Europa. Wenn nicht, bleiben die Probleme beherrschbar.

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