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Härtefallregelung für Medizin : Zwei Millionen Euro für eine Spritze

  • -Aktualisiert am

Ein Neugeborenes, geborgen im Arm der Mutter: Spinale Muskelatrophie kann inzwischen mit nur einer Spritze geheilt werden – doch die kostet zwei Millionen Euro. Bild: EPA

Eine neue Arznei kann kranken Babys das Leben retten, doch sie kostet Millionen. Dank Spendenaufrufen und Anwälten wurden die ersten Patienten zwar behandelt. Doch wer muss dauerhaft dafür bezahlen?

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          Gentechnik verspricht Heilungschancen, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren. Das Leben von Babys, die mit spinaler Muskelatrophie (SMA) zur Welt kommen, kann zum Beispiel mit nur einer Spritze vor dem tödlichen Muskelschwund gerettet werden. Die Injektion hat ihren Preis: Zwei Millionen Euro kostet die Heilung versprechende Gentherapie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis. Muss die Krankenkasse das bezahlen?

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Die Therapie wurde hierzulande zweimal vorgenommen, obwohl das Präparat nur in Amerika, nicht aber in Europa zugelassen ist. Das stellt Haftungsfragen an behandelnde Ärzte. Alarm schlagen jetzt Kassen, Unikliniken und der für die Kostenerstattung zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (GBA). Sie fürchten, das Novartis-Präparat „Zolgensma“ öffnet ein Tor zur vorgezogenen Erstattung vieler neuer, teurer Präparate.

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