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Güterverkehr : Höchste Eisenbahn

  • -Aktualisiert am

Auf dem Rangierbahnhof vor dem Seehafen Rostock stehen Güterzüge. Bild: dpa

Der Güterverkehr auf der Schiene stockt in diesen Tagen - so heftig, dass Bahnbetreiber von einer Katastrophe sprechen. Keine gute Werbung für das Ziel, mehr Fracht vom Lkw in die Züge zu bringen.

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          Als sei der Ärger mit den internationalen Lieferketten für die Wirtschaft nicht groß genug, kommen jetzt noch hausgemachte Nachschubschwierigkeiten in Europa und vor allem in Deutschland hinzu. Der Güterverkehr auf der Schiene stockt in diesen Tagen des Öfteren – so heftig, dass Bahnbetreiber von einer regelrechten Katastrophe sprechen. Viele Transporte fallen aus, Züge aus Belgien oder den Niederlanden müssen vor der Grenze halten, weil Infrastrukturstörungen eine Weiterfahrt nach Deutschland nicht gestatten.

          Das kann vorkommen. Aber offenbar handelt es sich hier um ein strukturelles Problem. Eine über Jahrzehnte vernachlässigte Infrastruktur, Hunderte von Baustellen zur gleichen Zeit, dazu akute Anlagenstörungen und ein schlechtes Verkehrsmanagement – diese Melange ist Gift für das Ziel, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu lenken. Wie soll man Kunden überzeugen, vom Lkw zum Zug zu wechseln, wenn die Performance der Schiene so mies ist, fragt sich mancher Bahnbetreiber. Höchste Eisenbahn für den neuen Verkehrsminister, darauf eine Antwort zu geben.

          Thiemo Heeg
          Redakteur in der Wirtschaft.

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