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Gastbeitrag : So sollte die Grundsteuer verändert werden

  • -Aktualisiert am

Wer Steuern will, muss ins Archiv: In den städtischen Grundbuchämtern wie hier in Winsen (Luhe) sind Immobilien und ihre Eigentümer verzeichnet. Bild: Joerg Mueller / VISUM

Die Grundsteuer ist ungeeignet, Gerechtigkeitsziele zu verfolgen. Andere Länder machen vor, wie eine Reform aussehen könnte.

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          Zu den steuerpolitischen Hausaufgaben für das Jahr 2019 gehört die Reform der Grundsteuer. Diese Reform betrifft uns alle, denn wir alle zahlen Grundsteuer, sei es als Mieter oder als Eigentümer einer selbstgenutzten Immobilie. Die Grundsteuer ist eine Abgabe auf bebaute und unbebaute Grundstücke, sie erfasst sowohl Wohn- als auch Gewerbeimmobilien. Sie wird jährlich erhoben. Die Bemessungsgrundlage ist bundesweit einheitlich geregelt, aber das Aufkommen geht an die Städte und Gemeinden.

          Jede Kommune darf den Steuersatz eigenständig bestimmen. Das bundesweite Steueraufkommen lag im Jahr 2017 bei 14 Milliarden Euro, also rund 175 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Zum Vergleich: Die Einnahmen aus der Tabaksteuer sind ähnlich hoch, die aus der Kfz-Steuer lagen bei 112 Euro pro Kopf, die aus der Einkommensteuer bei 3538 Euro.

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