https://www.faz.net/-gqe-98bg0

Hauptstadtflughafen : Grüne: Schluss mit der „Black Box BER“

  • Aktualisiert am

Das Chaos um den Hauptstadtflughafen BER nimmt kein Ende. Bild: dpa

Der Eröffnungstermin wieder mal verschoben, weitere hunderte Millionen an Steuergeldern angefordert – der Hauptstadtflughafen BER kommt nicht weiter. Nun fordern die Grünen ein Umdenken.

          Der Grünen-Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar hat den neuen Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zu einem anderen Kurs beim Hauptstadtflughafen BER aufgefordert. „Die Augen-zu-und-durch-Mentalität der alten Bundesregierung beim BER muss jetzt ein Ende haben“, sagte Gelbhaar der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Scheuer muss sich das Thema als eine der ersten Amtshandlungen auf den Tisch ziehen und beweisen, dass er schwierige Großprojekte steuern kann.“

          Weitere Steuermittel wie die nun angeforderten 100 Millionen Euro dürften nur dann bereit gestellt werden, wenn belegt sei, wofür diese genau verwendet werden. „Es muss Schluss sein mit der Black Box BER.“

          Der Verkehrsausschuss des Bundestages befasst sich am Mittwoch mit dem Stand der Dinge am BER. Erwartet wird unter anderem der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft, Rainer Bretschneider. Scheuer will nicht in den Ausschuss kommen.

          Nach der abermaligen Terminverschiebung an dem von Pannen geplagten neuen Hauptstadtflughafen könnte das Projekt für die Steuerzahler noch einmal teurer werden. Die Betreiber hatten den Start des BER im Dezember von 2018 auf 2020 verschoben und müssen deshalb eine Finanzlücke stopfen. Der Aufsichtsrat hatte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup vor kurzem grünes Licht für Verhandlungen über zusätzliche 100 bis 370 Millionen Euro mit den Airport-Eigentümern. Das sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. Der Finanzrahmen für den BER liegt bislang bei 6,5 Milliarden Euro.

          Weitere Themen

          Zum Kauf verführt

          FAZ Plus Artikel: Influencer-Marketing : Zum Kauf verführt

          Das Influencer-Marketing wird für Unternehmen immer wichtiger. Gerade Jugendliche lassen sich auf den digitalen Plattformen leicht locken. Denn es geht nicht mehr nur noch um Reichweite.

          Topmeldungen

           Ein Flugzeug von Thomas Cook steht auf dem Rollfeld des Flughafens von Manchester.

          Sanierung gescheitert : Thomas Cook ist pleite

          Der Reiseanbieter Thomas Cook steht vor dem Aus. Jetzt läuft eine riesige Rückholaktion für zehntausende gestrandete Urlauber an.Das betrifft auch Zehntausende deutscher Urlauber, die bei Neckermann und anderen Marken gebucht haben.

          TV-Kritik: Anne Will : Welche Zukunft hätten Sie gern?

          Wer Klimaschutzpolitik als Kampf zwischen den Generationen etikettieren will, ist schief gewickelt. Die Zahl besorgter Eltern und Großeltern, die vergangenen Freitag an der Seite von Kindern und Enkeln auf die Straße gingen, war beachtlich. Der ganzen Debatte fehlt es an Optimismus.
           Unsere Sprinter-Autorin: Julia Anton

          F.A.Z.-Sprinter : Wenn einer eine Reise tut

          ... dann kann er was erzählen. Angela Merkel muss beim Klima-Gipfel in New York allerdings zunächst die Reisen ihrer Minister erklären, während andere Reisende Angst um ihren Urlaub haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.