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Russischer Erdölkonzern : Rosnefts riskante Venezuela-Wette

  • -Aktualisiert am

Rosneft-Chef Setschin (links) und Venezuelas Staatschef Maduro. Bild: Picture-Alliance

Über Jahre hat sich der russische Erdölkonzern in Venezuela engagiert. Im Machtkampf um die Führung steht deshalb auch für das Unternehmen viel auf dem Spiel. Es geht um Milliarden.

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          Wenn einer weiß, wie man mit Sanktionen und Drohungen der Amerikaner umzugehen hat, dann ist es Igor Setschin. Seit dem Jahr 2014 steht Setschin auf der schwarzen Liste der Amerikaner. Dennoch hat er den russischen Staatskonzern Rosneft gemessen an der Produktion zum größten börsennotierten Erdölunternehmen der Welt geformt. Es scheint, als könne nicht einmal Washington den Manager aufhalten. Der Rosneft-Chef gilt hinter Wladimir Putin als der vielleicht zweitmächtigste Mann Russlands.

          Doch Setschin ist nicht nur mächtig, er steht auch hinter dem Kremlherrn wie eine Wand. Da ist es auch klar, dass Setschin die Ziele Putins unterstützt, und mit Rosneft einspringt, wenn der Erdölkonzern gebraucht wird. In diesem Licht ist auch das Engagement von Rosneft im kriselnden Venezuela zu sehen. Das Land ist Russlands wichtigster Verbündeter in Lateinamerika und ein Hebel, um dort überhaupt eine Rolle zu spielen. Rosneft agiert in Venezuela als verlängerter Arm des Kremls und unterstützt die international isolierte Maduro-Regierung bei der Vermarktung des venezolanischen Erdöls.

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