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Familienleben in Corona-Krise : Doch keine Rolle rückwärts

Endlich wieder raus! Eine Familie genießt das gute Wetter am Ufer des Bodensees. Bild: dpa

Es steht der Vorwurf im Raum, Corona werfe Mütter und Väter in alte Zeiten zurück. Ministerin Giffey und eine neue Studie widersprechen dieser Vermutung.

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          Das Coronavirus ist unpolitisch – aber der Vorwurf steht im Raum, dass es ein erzkonservatives Familienbild verbreite: Die Rollenverteilung zwischen Müttern und Vätern falle durch Lockdown, Homeoffice und fehlende Kinderbetreuung in alte Zeiten zurück. Stimmt das aber auch? Eine neue Repräsentativstudie des Allensbach-Instituts für Demoskopie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums kommt zu ganz anderen Ergebnissen: Hinweise auf ein systematisch einseitiges Abladen von Krisenlasten bei den Müttern liefert sie gerade nicht. Dafür legt sie nahe, dass die große Mehrheit der Arbeitgeber rücksichtsvoll mit Beschäftigten umgeht, die wegen geschlossener Schulen und Kitas Probleme mit der Kinderbetreuung hatten.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Auch Familienministern Franziska Giffey (SPD) sieht es so: Mit eingeschränktem Kita- und Schulbetrieb habe die Corona-Krise fraglos viele Eltern stark belastet „und manche an ihre Grenzen gebracht“, sagte sie dazu der F.A.Z. „Umso wichtiger ist, dass viele Mütter und Väter die Herausforderungen dieser Zeit zunehmend gemeinsam schultern.“ Das sei aus ihrer Sicht „das zentrale Ergebnis der Allensbach-Elternbefragung – und auch, dass ein großer Teil der Arbeitgeber die dafür nötigen Brücken baut“.

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