https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/familienleben-ist-corona-schaedlich-fuer-die-emanzipation-16830849.html
Bildbeschreibung einblenden

Familienleben in Corona-Krise : Doch keine Rolle rückwärts

Endlich wieder raus! Eine Familie genießt das gute Wetter am Ufer des Bodensees. Bild: dpa

Es steht der Vorwurf im Raum, Corona werfe Mütter und Väter in alte Zeiten zurück. Ministerin Giffey und eine neue Studie widersprechen dieser Vermutung.

          2 Min.

          Das Coronavirus ist unpolitisch – aber der Vorwurf steht im Raum, dass es ein erzkonservatives Familienbild verbreite: Die Rollenverteilung zwischen Müttern und Vätern falle durch Lockdown, Homeoffice und fehlende Kinderbetreuung in alte Zeiten zurück. Stimmt das aber auch? Eine neue Repräsentativstudie des Allensbach-Instituts für Demoskopie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums kommt zu ganz anderen Ergebnissen: Hinweise auf ein systematisch einseitiges Abladen von Krisenlasten bei den Müttern liefert sie gerade nicht. Dafür legt sie nahe, dass die große Mehrheit der Arbeitgeber rücksichtsvoll mit Beschäftigten umgeht, die wegen geschlossener Schulen und Kitas Probleme mit der Kinderbetreuung hatten.

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Auch Familienministern Franziska Giffey (SPD) sieht es so: Mit eingeschränktem Kita- und Schulbetrieb habe die Corona-Krise fraglos viele Eltern stark belastet „und manche an ihre Grenzen gebracht“, sagte sie dazu der F.A.Z. „Umso wichtiger ist, dass viele Mütter und Väter die Herausforderungen dieser Zeit zunehmend gemeinsam schultern.“ Das sei aus ihrer Sicht „das zentrale Ergebnis der Allensbach-Elternbefragung – und auch, dass ein großer Teil der Arbeitgeber die dafür nötigen Brücken baut“.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
          Putin tritt auf dem roten Platz bei einem „Jubelkonzert“ zur Annexion der vier ukrainischen Gebiete auf

          Die Lage in der Ukraine : Für Putin gewonnen, im Felde zerronnen

          Moskau arbeitet das Annexionsprogramm einträchtig ab. Wegen der militärischen Lage mehrt sich derweil die Kritik an der militärischen Führung – unterhalb des Präsidenten. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit wächst.
          „Es reicht aus, wenn man die Muskulatur zweimal die Woche trainiert“, sagt Jürgen Gießing.

          Experte über Krafttraining : Das sind die besten Muskel-Übungen!

          Krafttraining ist gesund – auch im hohen Alter. Ein Experte erklärt, worauf es dabei ankommt, warnt vor den häufigsten Fehlern und verrät, warum regelmäßiges Training sogar das Krebsrisiko reduziert.