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Die EZB im Krisenmodus : Hilft Gelddrucken gegen das Virus?

Die Deutsche Bank taxiert in einer neuen Studie die fiskalischen Gesamtkosten der Corona-Krise für Deutschland auf bis zu 1,9 Billionen Euro. Bild: dpa

Die Europäische Zentralbank soll den Eurostaaten bei der Bewältigung der billionenschweren Corona-Kosten helfen. Wenn das mal gut geht.

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          Die Corona-Krise hat einem alten Streit in der Europäischen Währungsunion neue Brisanz gegeben: Wenn der Euro überleben soll, müssen dann die Euromitgliedsländer auch gegenseitig für ihre Staatsschulden aufkommen? Müssen zum Beispiel die Deutschen für die Haushaltslöcher der Regierung in Rom einstehen? Eine Reihe von Eurostaaten dringt auf „Corona-Bonds“, also gemeinsame Eurozonen-Anleihen mit gesamtschuldnerischer Haftung, um Geld zur Eindämmung der wirtschaftlichen Schäden zu beschaffen. Andere Eurostaaten, darunter Deutschland, lehnen dies strikt ab.

          Tatsächlich aber werden die Corona-Lasten schon jetzt „vergemeinschaftet“. Nur geschehe dies eben „durch die Hintertür“, sagt Carsten Brzeski, Deutschland-Chefvolkswirt der Großbank ING: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im März im Kampf gegen die Corona-Folgen ein neues, 750 Milliarden Euro schweres Programm zum Kauf von Anleihen aufgelegt. Besonders stark kaufen die Notenbanker dabei Papiere aus Italien, das zu den Ländern zählt, die von Corona am härtesten getroffen wurden. Dadurch wachsen die finanziellen Risiken in der Bilanz der EZB, für die in letzter Konsequenz wiederum alle Eurostaaten gemeinschaftlich haften.

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