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Ausweitung der Krisenhilfen? : EZB-Chefvolkswirt nährt Spekulation

  • Aktualisiert am

Der EZB-Chefvolkswirt Philip Lane Bild: Reuters

Erst im Juni hatte die EZB ihr Corona-Notfallprogramm um 600 Milliarden aufgestockt. Investoren, die über eine abermalige Erhöhung spekulieren, hat der EZB-Chefvolkswirt nun neue Nahrung geliefert.

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          Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht sich trotz konjunktureller Erholung weiter als Krisenhelfer gefordert und nährt Spekulationen über eine Aufstockung ihres Anleihenprogramms. „Was uns angeht, sind wir darauf festgelegt, den notwendigen geldpolitischen Stimulus zu liefern“, erklärte EZB-Chefvolkswirt Philip Lane am Dienstag in einem Blog-Eintrag.

          Auch wenn es der Wirtschaft nun wieder bessergehe, bleibe es ein langer Weg bis zu einer vollständigen Erholung. Sie sei weiter auf Unterstützung der EZB und der Regierungen angewiesen. Der Ausblick sei überdies „höchst unsicher“. Lanes Wortmeldung mit skeptischem Unterton lässt aufhorchen, da sich die EZB seit der Pressekonferenz ihrer Präsidentin Christine Lagarde nach dem Zinsbeschluss vom 16. Juli zu geldpolitischen Fragen weitgehend bedeckt gehalten hatte.

          Konjunkturbarometer für die Euro-Zone hatten zuletzt eine Aufwärtstendenz angezeigt, nachdem die Krise im Frühjahr die Wirtschaftsleistung in nie dagewesenem Umfang hatte einbrechen lassen. Doch die Aufwertung des Euro sorgt nun für neue Sorgen, da er die Wettbewerbsposition der Unternehmen aus den Staaten der Währungsunion auf den Exportmärkten schwächt. Vor diesem Hintergrund spekulieren Investoren verstärkt darüber, dass die EZB ihr erst im Juni um 600 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro aufgestocktes großes Corona-Notfallprogramm PEPP schon im September abermals ausweiten könnte.

          Lane betonte nun, der Umfang des Programms sei im Rahmen der Geldpolitik eine wichtige Steuerungsgröße. Der Inflationsausblick spiele eine zentrale Rolle dabei, wie die geldpolitische Haltung ausgestaltet werde. Die EZB erachtet eine Jahresteuerung von knapp zwei Prozent als ideal für die Konjunktur, verfehlt dieses Ziel jedoch seit Jahren. Zuletzt lag die Inflationsrate bei nur 0,4 Prozent.

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