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Kampf gegen Geldwäsche : EU will Bargeldnutzung begrenzen

Bild: dpa

Muss eine Obergrenze für Bargeld eingezogen werden, um Geldwäsche zu bekämpfen? Die EU-Kommission sieht das so.

          2 Min.

          Die EU-Kommission lässt eine große Sympathie dafür erkennen, in der EU zur Bekämpfung von Geldwäsche einheitliche Obergrenzen für den Gebrauch von Bargeld im Zahlungsverkehr einzuführen. In einem Diskussionspapier, das die EU-Behörde am Freitag auf einer Tagung von Experten für den Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vorstellte, heißt es, Bargeld bleibe das „Instrument erster Wahl“ von Kriminellen, weil es Geldwäsche erleichtere. Demgegenüber falle Bargeld „in der Gunst der Verbraucher zurück“. Weil es für den maximal möglichen Gebrauch von Bargeld keine einheitliche Obergrenze gebe, sei es derzeit kaum möglich, Geldwäsche wirksam zu verfolgen, beklagt die Kommission. Das Papier liegt der F.A.Z. vor.

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Die EU-Behörde will noch im ersten Quartal dieses Jahres Vorschläge für einen verschärften Kampf gegen die Geldwäsche vorlegen. Der zuständige Vizepräsident Valdis Dombrovskis hat mehrfach beklagt, dass die Mitgliedstaaten die EU-Rahmenregeln nicht konsequent befolgen. Deshalb hat er ein einheitliches Regelheft (Single Rulebook) angekündigt, das die Anwendung der EU-Anti-Geldwäsche-Richtlinie vereinheitlichen soll.

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