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Gegen Amerikas Zölle : EU reicht Beschwerde bei WTO ein

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Stahlarbeiter am Hochofen in Salzgitter: Die EU fordert, bedingungslos von Amerikas angekündigten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen zu werden. Bild: dpa

Der Streit um amerikanische Zölle auf Stahl und Aluminium geht in die nächste Runde: Nach China hat nun auch die EU Beschwerde bei WTO eingelegt – und stellt eine klare Forderung.

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          Im Streit um amerikanische Zölle auf Stahl und Aluminium hat nach China nun auch die Europäische Union Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingereicht. „Als Exporteur mit erheblichem Interesse in diesem Fall“, fordere die EU „Beratungen mit den Vereinigten Staaten“, hieß es in einer am Montag auf der WTO-Internetseite veröffentlichten Erklärung der EU. Die Beratungen sollen demnach so schnell wie möglich erfolgen.

          Aus EU-Kommissionskreisen verlautete gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass bereits Gespräche zwischen der EU und den Vereinigten Staaten „auf verschiedenen Ebenen“ liefen. Die EU-Kommission fordere, „bedingungslos“ von den angekündigten Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen zu werden.

          Amerikas Präsident Donald Trump hatte entgegen allen Warnungen und Drohungen im März Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium festgesetzt. Zumindest vorläufig ausgenommen sind nur Kanada, Mexiko, Australien, Argentinien, Brasilien, Südkorea und die EU. Zuletzt hatte China in dem Streit um die Zölle eine Schlichtung bei der WTO beantragt.

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