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Finanzdirektor Erzbistum Köln : „Wir schwimmen nicht im Geld“

Das Erzbistum Köln ist reich. Sein Finanzchef Gordon Sobbeck, 45, aber sagt: „Es kann keine Rede davon sein, dass wir im Geld schwimmen.“ Bild: Simaitis, Marcus

Gordon Sobbeck ist Finanzdirektor des Erzbistums Köln. Bedroht der Missbrauchs-Skandal den Reichtum von Deutschlands größter Diözese?

          6 Min.

          Die Frühlingssonne scheint zum offenen Fenster herein. Über den Doppeltürmen des nahen Doms strahlt ein makellos blauer Himmel. Zwischendurch läuten draußen die Kirchenglocken. Aber das Idyll im historischen Gebäude des Erzbischöflichen Generalvikariats in der Altstadt von Köln trügt: Deutschlands größte Diözese ist schwer in Bedrängnis. Das Erzbistum ist ins Zentrum der seit Jahren schwelenden Missbrauchsvorwürfe in der katholischen Kirche gerückt.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In den vergangenen Jahrzehnten sollen sich Priester und andere Bedienstete des Erzbistums an mehr als 300 Schutzbefohlenen sexuell vergangen haben, die meisten Opfer waren Kinder und Jugendliche. Ihre Taten seien von hohen Amtsträgern der Diözese über viele Jahre hinweg gedeckt und vertuscht worden, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Gutachten, welches das Erzbistum bei einer Anwaltskanzlei in Auftrag gegeben hatte.

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