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Zwischen China und Russland : Deutsche Unternehmen gefangen in der Abhängigkeit

Ein Container wird nach der Ankunft eines Schiffs einer neuen Seidenstraßen-Verbindung zwischen China und Deutschland im Hafen von Mukran entladen. Bild: dpa

Jahrzehntelang ist die deutsche Wirtschaft mit russischer Energie und chinesischen Märkten gut gefahren. Die Lehre aus der aktuellen Lage lautet, ungesunde Abhängigkeiten zu reduzieren.

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          Was sich momentan in der Weltwirtschaft abspielt, bereitet vielen Managern Kopfzerbrechen. Es sind gleich drei Entwicklungen, deren Effekte sich überlagern: die Spätfolgen der Corona-Pandemie für die globalen Lieferketten, welche zu Verzögerungen führen und die Inflation anheizen, eine immer unberechenbarere chinesische Regierung, deren Weg in die selbst gewählte Isolation durch die Seuche noch beschleunigt wird sowie der Ukrainekrieg, der die Energiekosten im Herzen Europas in ungeahnte Höhen schießen lässt. Jeder einzelne Punkt stellt für sich genommen schon eine gewaltige Herausforderung dar. Zusammengenommen haben sie das Zeug, zur Bedrohung von Wohlstand, Wachstum und Stabilität in Europa und gerade in Deutschland zu werden.

          Sahen die Wachstumsprognosen zu Jahresbeginn in Erwartung einer raschen Erholung noch rosig aus, hat der russische Überfall auf die Ukraine mit einem Schlag einen Grundpfeiler des deutschen Wirtschaftsmodells angeknackst: international wettbewerbsfähige Energiepreise, welche die Produktion „made in Germany“ für eine starke Industrie erst rentabel machen.

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