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Kohle-Ausstieg : DIHK warnt vor steigenden Strompreisen

  • Aktualisiert am

Die deutsche Wirtschaft warnt vor steigenden Strompreisen im Falle eines schnellen Ausstiegs aus der Braunkohle. Bild: dpa

Die deutsche Wirtschaft ist in Sorge: Ein schneller Ausstieg aus der Braunkohle hätte laut DIHK fatale Folgen für die Industrie – und für die Verbraucher.

          Die deutsche Wirtschaft hat vor der Sitzung der Kohlekommission am Mittwoch vor steigenden Strompreisen im Falle eines schnellen Ausstiegs aus der Braunkohle gewarnt. „Die strukturellen Nachteile hoher Stromkosten für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie verschärfen sich“, sagte der Vize-Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

          Im kommenden Jahr stiegen die Netzentgelte fast flächendeckend und die höheren Zertifikatspreise schlügen auf die Unternehmen durch. Der in der Kohlekommission diskutierte schnellere Kohleausstieg würde die Strompreise noch einmal deutlich nach oben treiben. Die Kohlekommission trifft sich am heutigen Mittwoch zu einer Sitzung im rheinischen Revier.

          Laut DIHK wird der Anstieg der Preise für Energierohstoffe immer stärker zu einem Konjunkturrisiko. „Die hohen Öl-Lagerbestände der Niedrigpreisphase werden immer mehr abgebaut. Zudem steigt die Unsicherheit über die künftige Angebotssituation“, warnte Dercks. So habe der Marktwert eines Barrels Öl der Sorte Brent im September rund 45 Prozent höher als im Vorjahresmonat gelegen.

          Laut der jüngsten DIHK-Konjunkturumfrage sieht inzwischen etwa ein Drittel der Unternehmen in der Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise ein aktuelles Geschäftsrisiko.

          Die sogenannte Kohlekommission des Bundes berät derzeit wegen des Klimaschutzes über ein Enddatum für das letzte Kohlekraftwerk. Bis Dezember soll die Arbeit abgeschlossen sein, die als richtungsweisend für die Regierung gilt.

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