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FAZ Plus Artikel Krisen-Kommentar : Ein schwarzes Jahr für Bayer

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Vorstandsvorsitzender der Bayer AG Werner Baumann hier noch Anfang des Jahres bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2017. Bild: dpa

Der Leverkusener Bayer-Konzern steht mitten in einer Krise. Doch die Pläne des Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann stoßen auf Skepsis. Der Konzern braucht Innovationen.

          Auch die Wirtschaftswelt kennt gewisse Déjà-vus, auf die sie lieber verzichtete: anschwellende Klagewellen in Amerika im Zusammenhang mit einem höchst umstrittenen Produkt, Kurssturz, Wertvernichtung in Milliardenhöhe, Sparprogramme mit dem Abbau Tausender Stellen. So manches erinnerte in diesem Jahr an jene Meldungen, die es schon einmal rund um den Leverkusener Bayer-Konzern gab, in den frühen 2000er Jahren. Damals musste der Konzern seinen Cholesterinsenker Lipobay wegen gefährlicher Nebenwirkungen vom Markt nehmen und hatte lange mit den wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen. Man mag entgegnen, die Causa Lipobay sei mit der des Unkrautvernichters Glyphosat nicht so einfach gleichzusetzen und wog vermutlich schwerer. Die Erinnerung an die damaligen Geschehnisse trägt aber zur Erklärung bei, warum Sorge und Misstrauen der Bayer-Aktionäre aktuell so groß sind.

          Für den Bayer-Vorstandsvorsitzenden Werner Baumann und seine Mannschaft geht ein Jahr zu Ende, das den Titel eines Annus horribilis verdient. Am deutlichsten abzulesen ist das am Aktienkurs. Mit etwas mehr als hundert Euro ins Jahr gestartet, wird das Bayer-Papier heute fast 40 Euro niedriger bewertet; bezogen auf die gesamten Aktien sind das grob 38 Milliarden Euro. Zwar konnte Baumann die Anleger schon nicht begeistern, als er die milliardenschwere Übernahme des mit einem zweifelhaften Ruf behafteten amerikanischen Saatgutkonzerns Monsanto ankündigte. Mit der inzwischen in Richtung 10.000 gehenden Klagen rund um die glyphosathaltigen Monsantoprodukte sind die Zweifel an der Wahrhaftigkeit seiner Strategie aber noch gestiegen: Hat man seinerzeit Reputations- und Rechtsrisiken unterschätzt? Hat es der Vorstand des zum damaligen Zeitpunkt noch erfolgsverwöhnten Dax-Konzerns an Demut fehlen lassen, als er die nicht nur teuerste, sondern auch eine der fragwürdigsten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte anging?

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          Brigitte Koch

          Wirtschaftskorrespondentin in Düsseldorf.

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