Cum-ex- und Cum-cum-Deals :
Das 10-Milliarden-Euro-Übel

Von Manfred Schäfers, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Finanzministerium mit Durchblick? So manche Steuerbehörde hat ihn im wilden Aktienhandel verloren.
In welchem Umfang die Aktiendeals um den Dividendenstichtag dem Fiskus geschadet haben, ist unklar. Ein aktuelles Schreiben des Finanzministeriums listet nun zumindest falsche Erstattungen oder Anrechnungen auf.

Der Schaden aus den groß angelegten Aktienverschiebungen um den Dividendenstichtag zulasten des deutschen Fiskus gehört zu den großen Rätseln der Finanzpolitik. Nach aktuellen Erkenntnissen ist von fälschlich vorgenommenen Erstattungen oder Anrechnungen in der Größenordnung von 10,3 Milliarden Euro auszugehen. Das ist einem Schreiben der Parlamentarischen Finanzstaatssekretärin Katja Hessel (FDP) an den Finanzausschuss des Bundestages zu entnehmen. Doch wurde ein erheblicher Teil dieses Betrags mittlerweile zurückgefordert oder gar nicht erst erstattet.

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