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Corona und Globalisierung : Es gibt kein Zurück

Eine Passagierin am Flughafen von Kuala Lumpur Bild: dpa

Die Corona-Krise zeigt, wie verletzlich die globalisierte Welt ist. Doch auch wenn sie niemals perfekt sein wird: Es gilt, sie zu verteidigen.

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          Tief in seinem Inneren giert der Mensch nach einfachen Erklärungen und klaren Urteilen: gut oder böse, richtig oder falsch, schuldig oder unschuldig. Je gigantischer die Ereignisse, desto stärker wird diese Sehnsucht. Urzeitliche Sintfluten, biblische Hungersnöte oder die Pest im Mittelalter? Alles eine Strafe Gottes, alles als Ursache und Wirkung zu verstehen und somit auch irgendwie zu verdauen.

          In der Gegenwart ist diese Sehnsucht kaum schwächer – nur fällt der Zorn Gottes als Erklärung für die allermeisten Menschen aus. Die Finanzkrise des Jahres 2008 ist deshalb im kollektiven Bewusstsein die Schuld der Boni-Banker. Den Flüchtlingsansturm vor fünf Jahren soll Angela Merkel zu verantworten haben. Die Niedrigzinsen macht die EZB. Und die Corona-Krise, die ist – ja wer ist dafür eigentlich der Sündenbock?

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