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Südtirol : Eine Brücke für Deutschland

Kritischer Zustand: Patienten auf der Intensivstation im Krankenhaus Bozen. Bild: Andrea Pizzini

Südtirol hat in den vergangenen Monaten in das Gesundheitssystem investiert und sogar Covid-Patienten aus Bayern aufgenommen. Doch es gibt ein Problem: die ungeimpfte deutschsprachige Bevölkerung.

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          Im Krankenhaus von Bozen gibt es „saubere Korridore“, wie die Schilder ausweisen, und solche, die das nicht sind. Mit „sauber“ sind die von Corona freien Bereiche gemeint; in den anderen ist das Virus anwesend, das die Welt in Atem hält. Was es anrichten kann, ist auf der Intensivstation zu besichtigen. Vergraben unter Schläuchen, Kathetern und Kabeln führen dort die Koma-Patienten ihren stillen Kampf. Große Bildschirme mit bunten Zahlen und Linien für die Werte von Blutdruck, Sauerstoffsättigung oder Herzrhythmus begutachten den Verlauf. Aufgehängte Beutel verabreichen die Infusionen, die Beatmungsgeräte pumpen Sauerstoff. Hier ringt Hightech mit der menschlichen Natur, die sich am liebsten aufgeben würde. Es ist ein Blick in den Abgrund.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

          Auch ein Patient aus Bayern ist unter den Corona-Schwerkranken auf der Intensivstation des Bozener Krankenhauses. Der Mann, der am 11. November vom Klinikum Erding per Hubschrauber eingeflogen worden war, befindet sich in einem kritischen Zustand, wie Marc Kaufmann, der medizinische Corona-Einsatzleiter von Südtirol, berichtet. „Die Prognose ist offen, wir können derzeit nicht sagen, wie es ausgeht.“ Es handelt sich um einen Mann im mittleren Alter, der seinen Impfzyklus nicht beendet hatte. Ein anderer Deutscher kam über den Straßentransport nach Meran, er war weniger schwer krank, brauchte keine invasive Beatmung und konnte inzwischen wieder nach Deutschland zurückkehren.

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