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Forscher im Gespräch : „Alte nicht vom öffentlichen Leben ausschließen“

Ein älterer Herr beim Einkaufen in Stuttgart. Der Edeka-Supermarkt im Stadtteil Fasanenhof hat aufgrund des Coronavirus zwischen 7 und 8 Uhr für Senioren und Menschen mit Unterstützungsbedarf geöffnet. Bild: dpa

Der Heidelberger Altenforscher Andreas Kruse warnt vor einem undifferenzierten Umgang mit Älteren in der Corona-Krise. Viele von ihnen könnten ihre Schutzbedürftigkeit durchaus richtig einschätzen.

          5 Min.

          Herr Kruse, Sie beschäftigen sich als Psychologe seit langer Zeit mit älteren  Menschen und sind verantwortlicher Autor der Altenberichte des Bundestages. Sollten Senioren etwa am Einkaufen gehindert werden, um sie vor einer gefährlichen Corona-Ansteckung zu schützen? Was halten Sie davon?

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Wenig bis nichts. Wir dürfen nicht eine ganze Gruppe von Menschen von persönlich bedeutenden Bereichen des öffentlichen Lebens ausschließen, ohne die gegebenen Risiken im Einzelfall genau geprüft und gemeinsam mit der Person erörtert zu haben. Und entscheidend ist für mich zunächst einmal eine solide Aufklärung der Person und nicht der einfach verfügte Ausschluss.

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