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Brexit : Britische Unternehmen suchen Verbündete

Szene einer deutsch-britischen Verbindung: Qualitätskontrolle in einem Siemens-Werk für Windkraftanlagen in Hull Bild: Bloomberg

Brexit und dann? Die Wirtschaft sorgt sich im Handel mit Europa um die guten Beziehungen – und hofft auch auf Deutschland. Doch zuerst müssen sich die Politiker auf beiden Seiten des Kanals bewegen.

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          Die britische Wirtschaft fordert nicht nur von der eigenen Regierung, sondern auch von der Europäischen Union mehr Kompromissbereitschaft im Ringen um den Brexit. „Beide Seiten müssen Zugeständnisse machen und in den Verhandlungen einige ihrer roten Linien aufgeben“, mahnte Carolyn Fairbairn, die Generaldirektorin des größten britischen Unternehmensverbands CBI in einem Gespräch mit der F.A.Z.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          „Es gibt eine riesige Chance auf eine kreative neuartige Partnerschaft im Handel“, sagte Fairbairn, die am Freitag zu Gesprächen in Berlin war, um für ihre Position zu werben. Vorbild für die künftigen Wirtschaftsbeziehungen könne weder das aus Sicht der britischen Wirtschaft viel zu wenig ambitionierte europäisch-kanadische Handelsabkommen Ceta sein noch das Norwegen-Modell, das einer EU-Mitgliedschaft mit allen Rechten und Pflichten nahekommt. „Wir brauchen eine Lösung, die zwischen diesen beiden Extremen liegt“, sagte Fairbairn.

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