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Boris Becker : Der Unbezwingbare

Boris Becker bekommt jetzt eine internationale Tennisakademie: Der frühere Wimbledonsieger präsentiert die Pläne für den Großkomplex im hesssischen Hochheim. Bild: Wonge Bergmann

Boris Becker hat als Tennisspieler wie als Unternehmer viele Schlachten geschlagen. Jetzt kämpft er darum, auch im Insolvenzverfahren die Kurve zu kriegen.

          7 Min.

          Eine ganze Halle voller Oldtimer, und mittendrin sitzt Boris Becker. Er steht kurz vor seinem 52. Geburtstag, zum ganz alten Eisen gehört er also noch nicht. Auch wenn er vom Leben ein paar Schrammen mitbekommen hat und zur Fortbewegung ein paar Ersatzteile benötigt, in der Hüfte, am Sprunggelenk. An diesem Tag kommt Becker wieder auf Krücken, das linke Bein steckt in einer Schiene. Eine Operation am Außenband, lange aufgeschoben, hat er nun endlich hinter sich bringen können. Es habe ewig gedauert, bis er dafür vier Wochen am Stück Zeit gefunden habe, sagt er, wegen „vieler beruflicher Verpflichtungen“. Am Vortag hat Boris Becker ein Blitzschachturnier in Bukarest eröffnet. Nach 13 Zügen wurde er matt gesetzt. Eine Niederlage, die ihm nicht wehtut.

          Thomas Klemm
          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nun also sitzt er inmitten alter Luxuskarossen, die blitzen und blinken und bestens erhalten sind. Der Name des Museums in Mainz-Kastel passt zum dreimaligen Wimbledonsieger: „Startimer“, ein Begriff wie gemacht für den ältesten Siebzehnjährigen aller Zeiten. Ihm gehe es gut, sagt Becker und zeigt sein gewohnt selbstgewisses Lächeln. Mit Autohäusern kennt er sich auch aus. Er besaß selbst drei Stück, an der Ostsee, mehr als zwanzig Jahre lang. 2017 hat er sie verkauft. Ob es ein gutes Geschäft war, hat keiner der Beteiligten je verraten. Auch ein Boris Becker hat noch Geschäftsgeheimnisse. Obwohl er nach der Einleitung des Insolvenzverfahrens im Sommer vor zwei Jahren „die Hosen runterlassen“ musste, wie er es nennt.

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