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Bis zu 3000 Euro pro Kopf : Azubi-Prämie startet

  • Aktualisiert am

Ein Auszubildender setzt eine Schweißnaht an ein Metallteil, während ein Berufsschullehrer zuschaut. Bild: dpa

500 Millionen Euro stellt die Bundesregierung für die Förderung von Ausbildungsplätzen bereit. Anreize soll es auch dafür geben, Azubis von Betrieben zu übernehmen, die coronabedingt insolvent sind.

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          Kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Ausbildungsplätze halten oder sogar mehr Lehrstellen als bislang anbieten, können von nun an Anträge auf Prämien der Bundesregierung stellen. Das Programm „Ausbildungsplätze sichern“ startet am Samstag, wie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Freitag mitteilten. Insgesamt stehen demnach 500 Millionen Euro zur Verfügung.

          Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, können eine einmalige Ausbildungsprämie in Höhe von 2000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag beantragen. Betriebe, die ihre Ausbildungsleistung sogar erhöhen, erhalten für jeden zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3000 Euro.

          Anreize gibt es auch dafür, Azubis von Betrieben zu übernehmen, die wegen der Pandemie insolvent sind. Firmen bekommen dafür je Azubi eine Prämie von 3000 Euro.„Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen“, erklärte Heil. Deutschland brauche diese gut qualifizierten Fachkräfte.

          „Junge Menschen sollen auch im Ausbildungsjahr 2020/2021 eine Berufsausbildung beginnen, weiterführen oder erfolgreich abschließen können“, erklärte Karliczek. Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, betonte: „Die Ausbildungsprämie kann dazu beitragen, einen ’Ausbildungsjahrgang Corona’ zu verhindern.“

          Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßte das Programm, kritisierte aber, das Antragsverfahren sei „leider komplizierter als nötig“.

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