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Streik in Frankreich : Flüge und Züge fallen aus

  • Aktualisiert am

Rotes Licht am Bahnhof in Bordeaux Bild: Reuters

In Frankreich legen die Bahner den Zugverkehr lahm, auch Verbindungen aus Deutschland fallen aus. An deutschen Flughäfen sind ebenfalls Streikfolgen zu spüren.

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          Der Streik bei der französischen Staatsbahn SNCF hat Berufspendler besonders in den Metropolen, aber auch Fern-Verbindungen mit Deutschland getroffen. In Paris seien die Nahverkehrszüge zu großen Teilen stillgelegt. Nur einer von acht Hochgeschwindigkeitszügen TGV fahre, teilte die SNCF am Dienstag mit. Die Busse waren entsprechend völlig überfüllt. Etwa die Hälfte der Beschäftigten sind laut SNCF im Ausstand. Hintergrund sind Bestrebungen, den Bahnverkehr wie von der EU gefordert auch für ausländische Anbieter zu öffnen. Zudem soll die hoch verschuldete SNCF saniert werden. Die Gewerkschaften fürchten, dies werde auf eine Privatisierung hinauslaufen. „Wir verteidigen den öffentlichen Dienst Frankreichs, nicht nur die Bahnarbeiter“, sagte Emmanuel Grondein, Chef von Sud Rail, einer von vier Gewerkschaften hinter dem Streik.

          Die Arbeitsniederlegungen sollen über drei Monate laufen, wobei an jeweils zwei Tagen innerhalb von fünf Tagen gestreikt werden soll. Der Ausstand wird daher am Mittwoch fortgesetzt. Dies wirkt sich bei den Fernzügen auch auf Nachbarländer wie Spanien, Italien, Schweiz und Deutschland aus. Hier sind die Verbindungen Frankfurt-Paris, München-Stuttgart-Paris und Frankfurt-Marseille betroffen. Ein Viertel der Eurostar-Züge zwischen London, Brüssel und Paris fallen aus.

          Am Dienstag treten auch die Beschäftigen von Air France in den Ausstand, um ihren Forderungen nach sechs Prozent mehr Lohn Nachdruck zu verleihen. Etwa ein Drittel der Langstreckenflüge sollen ausfallen.

          Besonders der Streik bei der SNCF gilt auch als erste Machtprobe zwischen den Gewerkschaften und Präsident Emmanuel Macron, der Reformen vorantreiben will. Die Gewerkschaft CGT will die Streiks gegen Liberalisierungen auch auf den Energiesektor ausdehnen.

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