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Aufbau des 5G-Netzwerks : Australien will Huawei fernhalten

Der Marketingsbeauftragte William Xu und Huawei sind in Australien nicht willkommen – den Zuschlag für den Ausbau des 5G-Netzwerks werden die Chinesen nicht bekommen. Bild: AFP

Der chinesische Telekomkonzern hat in der westlichen Welt keinen guten Ruf und gilt als Sicherheitsrisiko. Einen entscheidenden Nachteil hat der Ausschluss von Huawei allerdings.

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          Der im Westen umstrittene Telekomkonzern Huawei gerät auch in Australien immer mehr unter Druck – das allerdings hat seinen Preis. Zunächst hatte Canberra die Chinesen 2012 aufgrund von Sicherheitsbedenken vom Bau des nationalen Breitbandnetzes im Wert von fast 50 Milliarden Australischen Dollar (31,9 Milliarden Euro) ausgeschlossen. Ein Jahr später hatten die Amerikaner entschieden, dass Huawei und sein Konkurrent ZTE ein potentielles Sicherheitsrisiko darstellten. Nun debattiert Canberra, die Chinesen ebenfalls vom Aufbau des Netzwerkes der fünften Generation (5G) auszuschließen. Der australische Marktführer Telstra plant, als erstes Land der Erde 2020 einen kommerziellen 5G-Dienst anzubieten.

          Christoph Hein
          (che.), Wirtschaft

          Erst vor kurzem hatte Canberra entschieden, den Bau eines 4000 Kilometer langen Unterseekabels, das die Pazifikinseln der Salomonen mit dem Fünften Kontinent verbinden wird, selbst zu übernehmen. Sie wollten damit ebenfalls aus Sicherheitsbedenken den Einfluss der Chinesen im Pazifik einschränken, die den Kabelbau angeboten hatten. Den Auftrag im Volumen von rund 140 Millionen Australischen Dollar hat nun das australische Unternehmen Vocus Communications erhalten.

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