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Armin Laschet : „Hauptsache: laut“

Armin Laschet auf einer Wahlkampfveranstaltung in Bad Kreuznach Bild: dpa

Armin Laschet über seinen Musikgeschmack, Seriengenuss in tiefer Nacht und eine Lederjacke von Peter Maffay.

          2 Min.

          Welche Musik hören Sie gerne?

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein guter Song ist ein guter Song ist ein guter Song … Ich höre ganz Unterschiedliches. Von Klassik bis Jazz, französische Chansons, Pop aus Italien. Hauptsache: laut.

          Was sind derzeit Ihre Lieblingsbands oder -komponisten?

          Amy Macdonald, ich habe sie bei ihrer letzten Deutschland-Tournee live auf der Bühne erlebt. Das vermisse ich. Ich freue mich auch immer auf Begegnungen mit Peter Maffay, wird sind seit Jahren befreundet. Zu meinem 50. Geburtstag hat er mir eine seiner Lederjacken geschenkt, und bei seinen Konzerten bin ich, wenn möglich, dabei. Auch Backstage. Als er sein letztes Album in Amsterdam gemacht hat, hat er mich danach zu Hause zum Frühstück besucht und begeistert von unplugged und plugged erzählt.

          Peter Maffay in Lederweste
          Peter Maffay in Lederweste : Bild: dpa

          Welche Serien haben Sie im vergangenen Jahr gerne gesehen?

          Serien schaue ich meist nebenher und oft so spät, dass meine Frau mich des „binge watchings“ bezichtigt. Sie kennen das Mediathek-Prinzip: dieses kleine Feld unten am Bildschirm, 3, 2, 1 Sekunden – schon geht die nächste Folge los. Empfehlen kann ich „Marseille“, den Politthriller mit Gerard Depardieu, „Homeland“ auch – alle Staffeln. Und natürlich „Babylon Berlin“.

          Was sind Ihre liebsten Restaurants, Imbisse oder andere Essensquellen?

          Bei mir um die Ecke in Aachen ist ein toller Grieche, da esse ich Gyros und Bifteki oder hole es ab. In Berlin gibt es nahe dem Konrad-Adenauer-Haus kaum Restaurants, aber ich gehe von dort aus manchmal zu einem sehr guten Türken am Wittenbergplatz, Yogurtlu Adana Kebab, Lamm – und zum Nachtisch Selfies. Dann natürlich: italienisch! Meine liebste Essensquelle ist aber meine Frau: ihr Brokkoliauflauf oder der Rheinische Sauerbraten, mit Soße aus Aachener Printen – das kann kein Restaurant.

          Welche Shows haben Sie im vergangenen Jahr besonders gerne gesehen?

          Ich bin ein Fan des Kölner und des Münchener Tatorts. Shows, außer mal der Sportschau, schaue ich fast nie. Beeindruckt hat mich aber, wie Sender – öffentlich-rechtlich und privat – 2020 sehr schnell Hygienekonzepte entwickelt haben, um solche Formate überhaupt zu produzieren. Das hat sehr viele Arbeitsplätze in der Kreativindustrie gerettet. Eine Sendung fehlt mir übrigens dieses Jahr: das Pro7 Triell, an dem ich gern teilgenommen hätte. Annalena Baerbock konnte aber offenbar nicht.

          Spielen Sie Handy-/Computer-/Videospiele? Wenn ja, welche?

          Nein, nicht mal während der Ministerpräsidentenkonferenz… Hochinteressant finde ich, wie sich die Gaming-Industrie entwickelt, und hoffentlich auch bald wieder das Live-Gaming. Schauen Sie nur auf die Messe Gamescom in Köln, die ich sehr gefördert habe. Jährlich bin ich dort und immer wieder beeindruckt. Das ist ein Pilgerort!

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