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Deutschlands Zukunft : Wenn in Berlin die Angst vor China regiert

  • -Aktualisiert am

Diffuses Bild aus Schanghai: Angst vor Übernahmen aus China ist ein Antrieb für Altmaiers neue Industriestrategie. Bild: AFP

Deutschland braucht aus der Furcht vor Fernost keine neue „Industriepolitik“ und auch keinen „Airbus für was-auch-immer“. Mit seiner Strategie verkehrt Minister Altmaier marktwirtschaftliche Ordnungspolitik in ihr glattes Gegenteil. Ein Kommentar.

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          Wie passt das Lob des Freihandels, das Bundeskanzlerin Merkel beim Staatsbesuch in Japan anstimmte, zur neuen Industriepolitik der Abschottung? Wie glaubwürdig sind Klagen über das Freund-Feind-Denken im Weißen Haus, wenn aus Angst vor China Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) Bollwerke aus nationalen und europäischen „Champions“ errichten möchte? Warum orientiert sich der erfolgreiche und innerhalb der EU kritisierte Exportweltmeister Deutschland an der erfolglosen Industriepolitik Frankreichs?

          In Paris genießt sogar ein Joghurthersteller staatliche Protektion, das hat den Niedergang der Industrie nicht aufgehalten. Dort gibt es kaum Familienunternehmen, wegen der extrem hohen Erbschaftsteuer und weil Pariser Politiker vornehmlich Konzernen dienen. Ist dies das neue Leitbild Berlins? Folgt Deutschland der Vision von Frankreichs Präsident Macron, der aus der EU eine Festung machen will?

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