https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mehr-wirtschaft/60-milliarden-euro-fuer-den-kohleausstieg-15846889.html

Energiewende : Ostdeutsche Länder fordern 60 Milliarden Euro für den Kohleausstieg

Noch dampft es im Revier: das Lausitzer Braunkohlekraftwerk Jänschwalde Bild: ZB

Der Bund will zügig raus aus der Kohle. Die ostdeutschen Länder sagen: Kein Problem – aber frühestens Mitte der 2040er Jahre und wenn der Preis stimmt.

          2 Min.

          Zum Ende dieses Monats soll die Kohlekommission Empfehlungen für den Strukturwandel in vom geplanten Kohleausstieg betroffenen Regionen vorlegen. Die Ministerpräsidenten der vor allem betroffenen ostdeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben dazu nun ihre Forderungen auf den Tisch gelegt. Finanziell summieren sie sich auf einen weitaus höheren Betrag als jene 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung für diese Wahlperiode für die Lausitz, das Mitteldeutsche, das Helmstedter und das Rheinische Revier eingeplant hat.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          „Für Investitionen in Arbeitsplätze, substituierte Kraftwerksleistung sowie Maßnahmen für die Strukturentwicklung bewegen sich Kosten von 2 Milliarden Euro im Jahr für einen Zeitraum von 30 Jahren eher am unteren Rand“, heißt es in einer Erklärung der drei Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen, CDU), Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt, CDU) und Dietmar Woidke (Brandenburg, SPD). Und selbst das sei nur ein Anhaltspunkt; wie viel Geld wirklich gebraucht werde, könne heute noch nicht gesagt werden.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Waldimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
          Putin tritt auf dem roten Platz bei einem „Jubelkonzert“ zur Annexion der vier ukrainischen Gebiete auf

          Die Lage in der Ukraine : Für Putin gewonnen, im Felde zerronnen

          Moskau arbeitet das Annexionsprogramm einträchtig ab. Wegen der militärischen Lage mehrt sich derweil die Kritik an der militärischen Führung – unterhalb des Präsidenten. Die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit wächst.
          „Es reicht aus, wenn man die Muskulatur zweimal die Woche trainiert“, sagt Jürgen Gießing.

          Experte über Krafttraining : Das sind die besten Muskel-Übungen!

          Krafttraining ist gesund – auch im hohen Alter. Ein Experte erklärt, worauf es dabei ankommt, warnt vor den häufigsten Fehlern und verrät, warum regelmäßiges Training sogar das Krebsrisiko reduziert.