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Energiewende : Ostdeutsche Länder fordern 60 Milliarden Euro für den Kohleausstieg

Noch dampft es im Revier: das Lausitzer Braunkohlekraftwerk Jänschwalde Bild: ZB

Der Bund will zügig raus aus der Kohle. Die ostdeutschen Länder sagen: Kein Problem – aber frühestens Mitte der 2040er Jahre und wenn der Preis stimmt.

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          Zum Ende dieses Monats soll die Kohlekommission Empfehlungen für den Strukturwandel in vom geplanten Kohleausstieg betroffenen Regionen vorlegen. Die Ministerpräsidenten der vor allem betroffenen ostdeutschen Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg haben dazu nun ihre Forderungen auf den Tisch gelegt. Finanziell summieren sie sich auf einen weitaus höheren Betrag als jene 1,5 Milliarden Euro, die die Bundesregierung für diese Wahlperiode für die Lausitz, das Mitteldeutsche, das Helmstedter und das Rheinische Revier eingeplant hat.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          „Für Investitionen in Arbeitsplätze, substituierte Kraftwerksleistung sowie Maßnahmen für die Strukturentwicklung bewegen sich Kosten von 2 Milliarden Euro im Jahr für einen Zeitraum von 30 Jahren eher am unteren Rand“, heißt es in einer Erklärung der drei Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen, CDU), Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt, CDU) und Dietmar Woidke (Brandenburg, SPD). Und selbst das sei nur ein Anhaltspunkt; wie viel Geld wirklich gebraucht werde, könne heute noch nicht gesagt werden.

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