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Nasser und Saudi Aramco : Der 100-Milliarden-Dollar-Mann

Amin Nasser ist seit 2015 Vorstandsvorsitzender des Ölkonzerns Saudi Aramco. Bild: Reuters

Amin Nasser hat als Vorstandsvorsitzender Saudi Aramco mehr Transparenz verordnet. Mit dem erfolgreichen Börsengang des größten Ölkonzerns der Welt sind die Kritiker verstummt.

          3 Min.

          Im Königreich Saudi-Arabien hatten über Jahrzehnte die staatliche Bürokratie und die meisten öffentlichen Unternehmen keinen guten Ruf. Die Abläufe waren träge und intransparent, die Ergebnisse nicht vorhersehbar. Die große Ausnahme war stets Saudi Aramco, Kronjuwel des Königreichs und dessen wichtigste Einnahmequelle.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Auch nach der Verstaatlichung des Unternehmens in den 1970er Jahren blieb der Ölkonzern hocheffizient, die Abläufe waren zielgerichtet, und Saudi Aramco zog stets die besten Talente des Landes an. Seine Manager haben den Ruf, das zu tun, was sie ankündigen, sagt der amerikanische Ölfachmann Jim Krane. Amin Nasser ist da keine Ausnahme. 1982 begann er als junger Ölingenieur seine Karriere bei Saudi Aramco, seit 2015 führt er als Vorstandsvorsitzender den weltgrößten Ölkonzern.

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