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Hans-Böckler-Stiftung : Scharfe Kritik an Private Equity

Vielen Firmen schadet die Übernahme durch Private-Equity-Gesellschaften finanziell. Bild: Picture-Alliance

Eine neue Studie der Hans-Böckler-Stiftung sieht viele Nachteile bei Firmenübernahmen durch Finanzinvestoren. Vergleichbare Unternehmen ohne Private-Equity-Gesellschaften weisen demnach mehr Eigenkapital auf, beschäftigen mehr Mitarbeiter und sind seltener insolvent.

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          Finanzinvestoren als Eigentümer schwächen ihre Unternehmen nach einer Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung tendenziell. „Schwache Beschäftigung, mehr Schulden, weniger Eigenkapital und daher ein höheres Insolvenzrisiko“ – so fasst die Stiftung ihren Befund über Unternehmen zusammen, die von Finanzinvestoren erworben werden. In den Jahren nach der Übernahme entwickelten sich die Unternehmen demnach vergleichsweise schlecht. Als problematisch sieht die Stiftung vor allem Folge-Deals: wenn also ein Private-Equity-Haus eine Gesellschaft Jahre nach der Übernahme an ein anderes weiterreicht.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Grundlage ist eine Untersuchung über die Entwicklung von Unternehmen in Deutschland, die im Jahr 2013 von einer Private-Equity-Gesellschaft übernommen wurden. Der Wissenschaftler Christoph Scheuplein vom Institut Arbeit und Technik (IAT) an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen/Bocholt/Recklinghausen zählte für jenes Jahr 156 Unternehmen. Für 103 von ihnen fand er detaillierte Informationen über Geschäftsberichte und Unternehmensdatenbanken. Diesen Unternehmen stellte er Gesellschaften ohne Finanzinvestor gegenüber, die in der Ausrichtung und Größe vergleichbar sind – und analysierte, wie sich die Beschäftigung und Finanzlage entwickelten, und zwar in den zwei Jahren vor und in den Jahren nach der Übernahme bis 2017.

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