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Medien : Kirch will mit Springer den Zeitungsmarkt aufrollen

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Leo Kirch Bild: dpa

In seinem ersten Interview seit vier Jahren prognostiziert Leo Kirch gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Konzentrationsprozess bei Regionalzeitungen.

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          Der Medienunternehmer Leo Kirch sieht unter den deutschen Zeitungen eine große Fusionswelle voraus und möchte über seine Beteiligung am Verlag Axel Springer daran teilhaben. “Mit Springer will ich an der Konsolidierung des Zeitungsmarkts beteiligt sein und aus Fallholz Bauholz machen“, sagte Kirch in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsausgabe), dem ersten seit knapp vier Jahren.

          Die Konzentrationsbewegung wird nach der Überzeugung von Kirch bei den Regionalzeitungen beginnen. Der Grund seien wegbrechende Anzeigenerlöse und eine abnehmende Lesebereitschaft in der Bevölkerung. Kirch hält an Springer einen Anteil von 40 Prozent. Die weitere Expansion der Gruppe wird sich auf den deutschsprachigen Raum mit seinen 100 Millionen Einwohnern konzentrieren. Kirch: “Hier gibt es noch genügend unbesetzte Räume, die andere nicht sehen und die ich füllen will.“

          Trotz der unbefriedigenden Entwicklung bei den Abonnentenzahlen von Premiere World glaubt Kirch an die Zukunft des gebührenpflichtigen Fernsehsenders. “Die Individualisierung der Mediennutzung über Satellit und Breitbandkabel ist das große Thema der kommenden Jahre“, sagte er in dem Interview.

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