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Medien : Kirch-Gruppe sucht den Weg an die Börse

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Kirch-Media-Geschäftsführer Fred Kogel (l.) und Jan Mojto verantworten das Kerngeschäft Bild: dpa

Die Fusion der zur Kirch-Gruppe gehörenden Töchter Kirch Media und ProSiebenSat1.Media steht anscheinend unmittelbar bevor.

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          Die Kirch-Gruppe versucht, in die Spitzenklasse der börsennotierten europäischen Medienunternehmen vorzudringen. Der Zusammenschluss der beide zur Kirch-Gruppe gehörenden Töchter Kirch Media und ProSiebenSat1.Media soll Branchenkreisen zufolge noch in dieser Woche bekannt gegeben werden. Der neue Medienkonzern würde mit einem Umsatz von knapp sieben Milliarden Mark in Europa Rang zwei nach der französischen Vivendi Universal einnehmen.

          Ein Kirch-Sprecher erklärte am Donnerstag erneut auf Anfrage, er kommentiere keine Gerüchte und Spekulationen. In Kirch Media ist das Kerngeschäft des Konzerns zusammengefasst. Zum neuen Konzern würden neben dem Filmrechtehandel auch die Anteile an der Formel 1 zählen. Die im MDax notierte ProSiebenSat1.Media gehört mit 52,52 Prozent am Gesamtkapital und 88,52 Prozent an stimmberechtigten Aktien der Kirch Media. Weitere 11,48 Prozent liegen beim Axel Springer Verlag.

          Vereitelte Börsenpläne im vergangenen Jahr

          Kirch Media wollte ursprünglich bis zum Jahresende selbst an die Börse gehen, hatte die Pläne aber wegen des schlechten Börsenumfelds gestoppt. Ein Börsengang des neuen Konzerns im kommenden Jahr könnte Kirchs Finanzknappheit bereinigen. Im vergangenen Jahr hatte Kirch immer wieder neue Investoren für die Medien-Gruppe finden müssen. Inzwischen halten unter anderem Rupert Murdoch, der arabische Prinz Alwaleed und die Investmentbank Lehman Brothers Anteile. 6,5 Prozent gehören seit 2000 Leo Kirchs Sohn Thomas, 5,7 Prozent hält die Rewe-Gruppe.

          Unter den fünf weltweit größten Medienkonzernen sind mit Bertelsmann und Vivendi zwei europäische Unternehmen vertreten. In der drittgrößten Fusion aller Zeiten hatten sich AOL und Time Warner zum weltgrößten Medienunternehmen zusammengeschlossen. Dahinter rangieren Walt Disney und CBS Viacom. Bertelsmann ist als einziger der Mediengiganten nicht börsennotiert.

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