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Me Convention : Das Millennial-Beiwerk zur IAA

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Die Me Convention widmet sich der allumfassenden Frage, wie die Zukunft aussehen soll. Bild: AFP

Die klassischen Produktvorführungen auf der Internationalen Automobilausstellung begeistern die Generation Y wenig. Bei der Me Convention setzt Daimler deshalb auf große Themen – darunter auch auf den Klimawandel.

          Mit kreativen Formaten soll die Generation Y vom 11. bis 13. September auf die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt gelockt werden, die sich in diesem Jahr als „internationale Plattform für die Mobilitätswende“ präsentiert. Junge Menschen sind potentielle Kunden und Multiplikatoren der Autohersteller: Doch Millennials sind für klassische Produktvorführungen auf einer Automobilausstellung nicht leicht zu begeistern. Die Zielgruppe ist technikaffin, handelt und hinterfragt gern. Nachhaltigkeit interessiert sie.

          Mercedes-Benz hat das schon vor zwei Jahren aufgegriffen und zusammen mit den Veranstaltern des South-by-Southwest-Festivals im texanischen Austin eine ähnliche Veranstaltung für Europa konzipiert: Die Me Convention ist wie das amerikanische Vorbild ein Technikfest für junge Leute. Nicht von ungefähr ist die Bezeichnung Generation Me, wie die Millennials auch heißen, in den ersten zwei Buchstaben von Mercedes wiederzufinden.

          In diesem Jahr findet die Veranstaltung mit Festivalcharakter zum dritten Mal statt. Während der IAA wird die Me Convention in der Frankfurter Messehalle und weiteren Orten in der Stadt ausgetragen – wie schon zuvor im Jahr 2017. Im vergangenen Jahr war Stockholm der Austragungsort, nun kommt das Zukunftslabor wieder in die Mainmetropole. Die Veranstalter erwarten rund 3000 Teilnehmer aus aller Welt.

          Mit weniger Verve angeschoben

          Das Publikum will sich in den nächsten drei Tagen der Frage widmen, wie die Zukunft aussehen soll. In verschiedenen Formaten wie Präsentationen, Diskussionsrunden, Workshops und Seminaren soll es um die Themenbereiche Wissenschaft, Gesellschaft, Ökonomie und nicht weniger als den Lebensraum Erde gehen. „Wie wollen wir leben?“, lautet von Anbeginn die überwölbende Frage. Grenzen zwischen virtueller und realer Welt lösen sich auf. Zu was führt das?

          Auch auf der Bühne versprechen die Veranstalter eine bunte Vielfalt. Unter den Rednern sind Carson Bruns, ein Nanowissenschaftler, der farbwechselnde Tattoo-Tinten kreiert, die siebzehnjährige KI-Entwicklerin Cassia Attard sowie Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender von Daimler. Außerdem spricht Laura Dekker, die jüngste Solo-Weltumseglerin, über Grenzerfahrungen. Wie es hinter den Kulissen einer internationalen Kultserie aussieht, zeigen Dokumentarfilmerin Jeanie Finlay und der Special-Effects-Fachmann Delroy Reid in ihrem Film „Game of Thrones – The Last Watch“.

          Die Me Convention hat vor zwei Jahren während der und rund um die IAA einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen, sie wird in diesem Jahr allerdings von Daimler mit weniger Verve angeschoben. Sie hat ihren eigenen Charakter, ist aber nicht die einzige Veranstaltung ihrer Art. Technologiefestivals nach amerikanischem Vorbild finden in Deutschland immer mehr Zuspruch. Im Mai gab es das erste Nachhaltigkeitsfestival Greentech am ehemaligen Berliner Flughafen Tempelhof. Bei den Techdays in München geht es gleichsam um Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge und den Digitalen Zwilling.

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