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Kevin Sneader : McKinsey-Chef muss Posten räumen

McKinsey-Chef Kevin Sneader Bild: Reuters

Überraschender Wechsel an der globalen Spitze der Unternehmensberatung McKinsey. Die Partner haben den Schotten Kevin Sneader abgewählt.

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          Der seit drei Jahren amtierende globale McKinsey-Chef Kevin Sneader ist bei der routinemäßig anstehenden Wiederwahl überraschend gescheitert. Die Partner der Unternehmensberatung haben für die Ablösung des 54 Jahre alten Schotten votiert, berichtet die „Financial Times“ am Mittwochabend. Über seine Nachfolge werden die rund 650 Seniorpartner des Unternehmens in den kommenden ein bis zwei Wochen in einer Wahl entscheiden. Zwei Kandidaten sind demnach jetzt noch im Rennen um den globalen Chefsessel: Bob Sternfeld und Sven Smit, beide Seniorpartner, ersterer in San Francisco, letzter in Amsterdam.

          Tillmann Neuscheler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Eine solche Abwahl nach nur drei Jahren im Amt ist sehr ungewöhnlich. McKinsey war zuletzt vor allem wegen seiner Rolle in der amerikanischen Opioid-Krise unter erheblichen Druck geraten. Es war bekannt geworden, dass Berater von McKinsey jahrelang amerikanischen Pharmaunternehmen wie Purdue Pharma bei der Vermarktung von Opioiden geholfen hatten, Suchtgefahren wurden dabei offenbar bewusst verharmlost.

          Das Votum gegen Sneader kann als Misstrauensvotum gegen sein Krisenmanagement gewertet werden. Anfang Februar hatte McKinsey zur Beilegung von Klagen in Amerika einem Vergleich mit 49 Bundesstaaten in Höhe von fast 600 Millionen Dollar zugestimmt. So viel Geld hatte McKinsey bislang noch nie für eine außergerichtliche Einigung bezahlt. Zwei Mitarbeiter mussten gehen. Auch in Südafrika wurde McKinsey von seiner unrühmlichen Vergangenheit eingeholt. Das Unternehmen ist dort in einen großen Korruptionsskandal verwickelt. McKinsey ist nach eigenen Aussagen unschuldig in den Skandal hineingeraten, zahlte im Dezember aber schon zum zweiten Mal Honorare zurück.

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