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McDonald’s : Mister Skinner macht Platz

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Gute Laune: Bei McDonald’s läuft das Geschäft - weltweit (Foto: Amerikanische Soldaten im Dezember 2011 vor dem McDonald’s in Camp Virginia in Kuweit) Bild: AFP

McDonald’s hat mit dem Umbau der Restaurants und neuen Kaffee-Theken die Spitzenposition in der Branche ausgebaut. Jetzt geht Konzernchef Jim Skinner, einer der Architekten des Plans.

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          Die weltweit größte Fast-Food-Kette mit Sitz in Oak Brook im amerikanischen Staat Illinois beschäftigt weltweit 1,7 Millionenen Mitarbeiter. Diese werden zum 1. Juli einen neuen Chef bekommen: Don Thompson, der seit 2010 für das Tagesgeschäft zuständig war, wird die Führung übernehmen.

          Analysten hatten sich immer wieder gefragt, wann der inzwischen 67-jährige Jim Skinner sich verabschieden wird. Nun steht es fest: Skinner geht nach insgesamt 41 Jahren im Dienst des Schnellrestaurants in den Ruhestand.

          Skinners Werk waren unter anderem die McCafés

          Skinner hatte sich nach fast zehn Jahren bei der amerikanischen Marine vom Restaurantmanager-Lehrling in die Chefetage hochgearbeitet. Er hatte 1971 bei einem Schnellrestaurant in Illinois angefangen, bevor er nach und nach die Verantwortung für verschiedene Regionen übernahm, in denen McDonald’s vertreten ist.

          Als Vorstandschef führte Skinner den Konzern seit November 2004 und hat McDonald’s in den sieben Jahren weltweit stark umgerüstet. Dazu gehörten ein Umbau der Restaurants hin zu einer gehobeneren Ausstattung sowie mehr „grüneres“ Essen in den Menüs wie Salate zwischen den traditionellen Kalorienbomben. „Jims ausgezeichnete Führung hat McDonald’s einen beispiellosen Schwung verliehen“, erklärte Verwaltungsratschef Andy McKenna.

          Als gute Idee erwies sich die Erweiterung des Angebots um Kaffee-Spezialitäten. Durch die Expansion in den Kaffeesektor konnte McDonald’s auch Kaffeehaus-Ketten wie Starbucks unter Druck setzen. Heute gibt es in 119 Ländern mehr als 33.000 Restaurants mit knapp 68 Millionen Kunden am Tag. Skinner hat McDonald’s in seiner Amtszeit auf deutlich bessere Füße gestellt. Der Aktienkurs hat sich mehr als verdreifacht.

          Thompson hat das Unternehmen durch die Krise gesteuert

          Auch die Benennung von Thompson überzeugte die Experten. Er ist seit 22 Jahren für McDonald’s tätig. Thompson war als Elektroingenieur zu McDonald’s gekommen und war von 2006 bis 2010 Chef des amerikanischen Geschäfts. Er hatte es in dieser Zeit geschafft, McDonald’s unbeschadet durch die harte Wirtschaftskrise zu steuern.

          Als Vorstandschef führte Skinner den Konzern seit November 2004 und hat Mc Donald’s in den sieben Jahren weltweit stark umgerüstet Bilderstrecke

          Auch Skinners Umstrukturierung stand unter Thompsons Obhut. Der derzeitige Präsident des Unternehmens unterstützte die Modernisierung Tausender von Restaurants und die Verbesserung des Kundenservices.

          Thompson wird nachgesagt, dass er das Unternehmen zu einer der erfolgreichsten Restaurantketten der Welt gemacht hat. Schon deswegen galt er schon lange Zeit als aussichtsreicher Anwärter auf den Chefposten. Der 48-jährige wird der erste Afroamerikaner an der Spitze von McDonald’s sein.

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