https://www.faz.net/-gqe-aca4h
Bildbeschreibung einblenden

Materialmangel : Die Angst vor dem Baustopp

Architekt und Bauarbeiter auf einer Baustelle in München. Bild: Imago

Auf den Baustellen fehlt Nachschub, die Preise für knappe Materialien schießen nach oben. Im Sommer droht Stillstand. Das wäre nicht nur für Bauherren schlecht, sondern auch für Wohnungssuchende.

          4 Min.

          Die Botschaft war unmissverständlich: „Baustellen in dieser Größenordnung beliefern wir zur Zeit nicht.“ Ein Bauherr hatte um ein Angebot für die Lieferung von 8000 Quadratmetern Fassadendämmung gebeten. Das sei mehr als ein typisches Mietshaus benötige, aber immer noch weniger als für ein ganzes Neubauquartier, sagt Fachmann Alexander Gran. Der Lieferant habe trotzdem noch nicht einmal ein Angebot geschickt. Fassadendämmung, wie alle Kunststoffprodukte, sei zur Zeit so knapp, dass nur noch kleine Mengen geliefert werden könnten.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Gran ist Gründer und Chef von Bobbie, einer digitalen Plattform, auf der Bauherren fast alle Arten von Baustoffen bestellen können. Was der Start-up-Unternehmer zur Zeit erlebt, lässt Bauunternehmern und Bauwilligen einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Ob Holz für den Dachstuhl, Styropor für die Dämmung, Rohre für die Installation oder Gipskartonplatten für den Innenausbau: Auf Baustellen ist alles knapp. Wöchentlich steigen die Preise. Wer überhaupt beliefert werden will, muss Tagespreise akzeptieren. Langfristige Zusagen gibt es kaum noch.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Demonstranten knien in Frankfurt vor einer Polizeikette

          Impfgegner und Anthroposophie : Höhere Einsichten dank Rudolf Steiner?

          Nach eigener Einschätzung verfügen sie über Spezialwissen, das allen anderen abgeht. Die Milieus der Anthroposophen und der „Querdenker“ haben viele Berührungspunkte. In der Pandemie macht das vieles schwerer.