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Maschinenbau : Linde bleibt in Deutschland

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Linde spart und hofft auf höhere Ergebnisse Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Sparen bei den Lohnkosten, den Zuschlägen für Überstunden und anderen Leistungen: Ein Abkommen zwischen Arbeitnehmern und Unternehmen sichert beim Gabelstapler-Hersteller Linde die deutschen Standorte.

          Der Linde-Konzern wird auf eine Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Osteuropa bei seiner Gabelstaplermarke „Linde“ vorerst verzichten. Das Wiesbadener Unternehmen hat mit Arbeitnehmervertretern eine Sicherung der hiesigen Produktionsstandorte vereinbart, im Gegenzug akzeptieren die 3500 in Deutschland betroffenen Beschäftigten Einbußen bei ihren Entgelten.

          Das Sparprogramm werde schrittweise wirksam und das Ergebnis der Sparte jährlich im „deutlich zweistelligen Millionenbereich“ erhöhen, teilte Linde am Freitag mit. Konzern-Chef Wolfgang Reitzle hatte jüngst angekündigt, den Aufbau eines großen Osteuropa-Werks im Staplerbereich zu prüfen.

          Die Vereinbarung zur Standortsicherung bei der Marke Linde gilt bis Mitte 2011. Den Beschäftigten werden Zuschläge für Überstunden und überbetriebliche Leistungen gekürzt. Zudem würden einige Lohnbestandteile künftig vom Ergebnis des Konzerns abhängig gemacht und die Arbeitszeit erhöht, hieß es. Linde hat in seiner Gabelstaplersparte weltweit rund 18.000 Beschäftigte, bei der Stapler-Marke Linde sind es 11.500. „Das paßt gut in das neue Restrukturierungsprogramm, das Linde angekündigt hatte“, sagte Analystin Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Sie rechnet mit einer Ergebnisverbesserung von mindestens 20 Millionen Euro durch die Vereinbarung. Die Linde-Aktie gewann ein Prozent auf 59 Euro.

          Anders als noch 2004 spüren die Wiesbadener gegenwärtig im Staplergeschäft einen härteren Wettbewerb. Ein früheres Sparpaket endet dieses Jahr und soll die Kosten des Bereichs nachhaltig um 150 Millionen Euro senken. Reitzle hat aber bereits weitere Maßnahmen angekündigt. Mit den verstärkten Sparanstrengungen will Reitzle die Kapitalrendite der Sparte 2007 auf 16 (2004: zwölf) Prozent steigern.

          Für die Marke STILL laufen für die deutschen Standorte ebenso Verhandlungen. Mit einem Abschluß rechnet Linde Ende August. Auch die Marke STILL hat in Deutschland 3500 Beschäftigte, weltweit sind es 6200.

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